Rede von Janete Ferreira beim Menschenrechtsrat – 27.06.2019

Foto: CIMI

MENSCHENRECHTSRAT

  1. Ordentliche Tagung des Menschenrechtsrates
  2. Juni – 12. Juli 2019

Punkt 3: Interaktiver Dialog mit der Arbeitsgruppe für Diskriminierung der Frau und der Arbeitsgruppe für Wirtschaft und Menschenrechte

Sehr geehrter Vorsitzender,

Mein Name ist Janete.
Ich bin eine der Vorsitzenden der Frauenorganisation der Bevölkerung Guarani-Kaiowas des Bundesstaates Mato Grosso do Sul, Kuñangue Aty Guasu.
Wir, indigene Frauen und auch unsere Kinder, sind diejenigen, die am meisten leiden, wenn unsere Rechte durch Unternehmen verletzt werden.

Während die Unternehmen Zucker, Soja und Fleisch in unserem Gebiet produzieren, wird unsere Bevölkerung ermordet. Die Hälfte der gesamten Tötungen von Indigenen in den letzten in Jahren in Brasilien waren in meiner Bevölkerung. Der Hauptgrund: unserer Ländereien. Und das sind 500 Ermordungen.

Deshalb bin ich hier, und ich möchte ganz deutlich erklären, dass die Entscheidungen der Regierung Bolsonaros nur den Agrarunternehmen dienen, die uns zum Tode verurteilen.

Wir sind uns unserer Rolle in dem Widerstand unserer Bevölkerung bewusst, denn wir bringen das Leben, und damit treffen wir auch viele Entscheidungen.
Und jetzt haben wir uns entschieden, nicht mehr auf die Demarkierung unserer Gebiete zu warten.

Wir haben keine Zweifel. Deshalb kommen wir mit einem starken Willen im Namen unserer Kinder. Als Mutter kann ich nicht meine Kinder beim Hungern und Dursten zusehen, während die Unternehmen auf der anderen Seite des Zauns Soja, Fleisch, und Geld produzieren, begossen mit unserer Blut, das die ganze Welt konsumiert.
Werden sie unser Gebiet nicht demarkieren?
Dann machen wir es selber: Wir, indigene Frauen, alte Frauen, alle, auch durch das Blut unserer Bevölkerung.

Seien Sie bitte mit uns! Kümmern Sie sich bitte um uns, weil wir es nicht mehr aushalten können.

Vielen Dank!


Mba’e chapa!
Señor Presidente,

Soy Janete, miembro de la Aty Guasu Guarani y Kaiowá y de la Kuñangue asamblea de las mujeres y vengo de Mato Grosso do Sul, Brasil.

Nosotras mujeres indígenas y nuestros hijos son los que más sufren, cuando nuestros derechos son violados por empresas. El agronegocio es corresponsable de la tragedia humanitaria que vive mi pueblo en Mato Grosso do Sul.

Mientras que las empresas producen azúcar, soja y carne en nuestras tierras, mi pueblo sofrió más de la mitad de los asesinatos de indígenas en Brasil en los últimos 15 años. ¡Son 500 muertes!

Por eso, afirmo delante de ustedes que las decisiones del Gobierno Bolsonaro, sirviente de las empresas del agronegocio, nos condenó a la muerte.

Nosotras sabemos nuestro papel en la resistencia de nuestro pueblo, generamos vida y decisión. Y decidimos que es ahora, no vamos esperar demarcar nuestras tierras.

Como madre, no puedo ver a mis hijos teniendo hambre y al otro lado de la cerca hay soja y carne, dinero producido con nuestra sangre y yendo a todo el mundo.

¿No va a demarcar nuestro territorio? Entonces somos nosotras quien vamos hacerlo, con nuestras propias manos, mujeres, ancianas, todos, con la sangre de nuestros pueblos.

Por fin, esperamos una decisión favorable de la Suprema Corte brasileña ante juicio contra nuestro territorio Guyraroka.

¡Estén con nosotros, miren por nosotros, porque no aguantamos más!

¡Marco temporal no!

Muchas gracias

Geneva
Junio 27, 2019.

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